Das Ziel-2-Programm der Europäischen Union

 

Am 26. März 1999 haben sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) in Berlin auf die Agenda 2000 geeinigt.
Dabei handelt es sich um ein Aktionsprogramm, durch das die Gemeinschaftspolitik wirksamer gestaltet werden sollte und ein neuer Finanzrahmen für den Zeitraum von 2000 bis 2006 festgelegt wurde. Eine Neu-Definition erfuhren dabei auch die sogenannten EU-Strukturfonds, die Mittel für Gebiete mit Strukturproblemen bereit stellen.

Die Stadt Fürth hat sich für eine Förderung des Innenstadtgebietes beworben und die von der EU festgelegten Kriterien für "Ziel-2-Gebiete" erfüllt.

Das "Ziel 2" ist definiert als die "Unterstützung der wirtschaftlichen und sozialen Umstellung der Gebiete mit strukturellen Schwierigkeiten".

Die Mittel für das EU-Ziel-2-Programm stammen aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäische Sozialfond (ESF).
Mit dem EFRE soll zum Beispiel das produktive Umfeld und die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen sowie die lokale Entwicklung der Wirtschaft und der Beschäftigungssituation gefördert werden.
Der ESF gilt als das wichtigste Finanzierungsinstrument der EU zur Förderung von Fachkräften und Arbeitnehmern (Human Ressourcen).
Er unterstützt Maßnahmen zur sozialen Integration in den Arbeitsmarkt und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Förderfähig sind unter anderem Bildungsmaßnahmen und Beschäftigungshilfen. Angestrebt wird ein hohes Beschäftigungsniveau und die Gleichstellung von Männern und Frauen.

Weitere Informationen zu den EU-Programmen finden Sie unter:
http://www.europa.eu.int/comm/regional_policy/index_de.htm,
http://www.stmwvt.bayern.de/EFRE

Aus den in der Zukunftskonferenz entwickelten Vorschlägen hat die Stadt zahlreiche Vorhaben bei der Regierung von Mittelfranken eingereicht. Nach dem Prüfen der Förderfähigkeit wurden folgende Projekte ausgewählt und in die EU-Ziel 2-Förderung für Fürth aufgenommen:

Neubau Mütterzentrum

Neugestaltung "Grüner Markt"

Neugestaltung Fußgängerzone
Zentralinstitut für Neue Materialien und Prozesstechnik

Die übergeordneten Ziele sind die Entwicklung einer konkurrenzfähigen und zukunftsweisenden Infra-Struktur, die Anwerbung neuer Betriebe, der Erhalt von Arbeitsplätzen, die Schaffung eines ausgewogenen Branchen-Mix sowie die Etablierung von guten Rahmenbedingungen für Existenzgründer.


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