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Aus den Fürther Nachrichten vom 03.07.2010 Rat und Tat für Fürths AlleinerziehendeNeu gegründetes Netzwerk will Frauen vor allem in der schwierigen Anfangsphase beistehen Rat und Tat für Fürths Alleinerziehende FÜRTH - Alleinerziehenden Halt geben - das will ein neu gegründetes Netzwerk, das im Mütterzentrum beheimatet ist. Die FN sprachen mit einer der Verantwortlichen, Karin Hofmann, über die Sorgen von Frauen, die sich gerade getrennt haben, und wie man ihnen helfen kann. Frau Hofmann, Sie betreuen doch längst einen Alleinerziehenden-Treff, wozu ist das neue Angebot nötig? Hofmann: Bislang treffen wir uns nur einmal im Monat. Künftig sollen es zwei Termine sein, immer am ersten und dritten Freitag des Monats. Der große Unterschied sind aber die geplanten Unternehmungen. Wie sehen die aus? Hofmann: Wir wollen mit den Müttern Fachleute und Stellen besuchen, die ihnen helfen können. Vom Steuerberater über den Rechtsanwalt bis zur Erziehungsberatungsstelle. Darüber soll aber unser "Urgedanke" nicht vergessen werden, nämlich dass die Treffen eine Plattform sind, um sich kennenzulernen, auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen, zum Beispiel indem man wechselseitig auf die Kinder aufpasst. Deshalb wollen wir uns regelmäßig auch einfach nur zum Abendessen treffen - mit Kindern natürlich. Wie war die Resonanz früher? Hofmann: Zu unseren Treffen kamen etwa zwei bis sechs Frauen. Und wie viele wollen Sie mit dem Netzwerk ansprechen? Hofmann: Natürlich viel mehr. Wir denken an die Hälfte aller Alleinerziehenden in Fürth. Wie viele gibt es denn in Fürth? Hofmann: Da sind mir leider keine Zahlen bekannt und im Schätzen bin ich ganz schlecht. Auf welchem Weg nimmt eine Frau Kontakt zu Ihnen auf? Hofmann: Am besten über einen Anruf. Die Frauen, die sich melden, haben sich meistens frisch getrennt und sind dementsprechend durch den Wind. Ich versuche dann meist mit meinem eigenen Beispiel Mut zu machen. Ich habe drei Kinder, bin seit neun Jahren alleinerziehend und habe es auch geschafft. Wenn die Frauen dann zu den ersten Treffen kommen, geben wir natürlich praktische Hilfe. Welche Sorgen macht sich eine Alleinerziehende? Hofmann: Natürlich dreht sich Vieles ums Finanzielle. Wie geht es da nach der Trennung weiter? Aber auch die Wohnungsfrage muss geklärt sein und natürlich der Umgang mit dem Ex-Partner. Helfen Sie auch bei der Jobsuche? Hofmann: Ja, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es ausreicht, den Müttern Halt zu geben, sie aufzufangen, dann haben sie Kraft genug, um sich selbst darum zu kümmern, ins Berufsleben zurückzukehren. Dürfen denn auch alleinerziehende Väter zu Ihnen kommen? Hofmann: Das Projekt ist eigentlich auf Frauen ausgerichtet. Aber wenn einer vor der Tür stehen sollte, werden wir ihn bestimmt nicht abweisen. Interview: JOHANNES ALLES Kontakt zum Netzwerk für Alleinerziehende: Karin Hofmann, Tel. (09103)
1744, oder Doris Schneider, E-Mail menschlichkeitsgestalt@googlemail.com
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